Atilla Aldemir | Bratsche

PASSION

Atilla Aldemir | Bratsche
Itamar Golan | Klavier

CD 1
Johannes Brahms (1833–1897)
Sonate No. 1 für Klavier und Viola f-Moll, op. 120, Nr. 1
César Franck (1822–1890)
Sonate für Viola und Klavier A-Dur (Original für Violine)
Total 51:44

CD 2
Dmitri Schostakowitsch (1906–1975)
Sonate für Viola und Klavier, op. 147
Necil Kazım Akses (1908–1999)
Capriccio für Viola solo (1978)**
Halit Turgay (*1967)
Troja für Viola solo (2018), Atilla Aldemir gewidmet **
Henri Vieuxtemps (1820–1881)
Capriccio „Hommage à Paganini“ Viola solo
Total 48:51
** Ersteinspielung / world premiere recording
GWK 145 / 2019


Leidenschaft, Vitalität, höchste Intensität – die ganze Skala menschlicher Empfindungen von tiefster Verzweiflung und Trauer bis Frieden und Ekstase ist auf dem Doppelalbum „Passion“ zu erleben: „Die Bratsche ist wie geschaffen dafür, all meine Gefühle auszudrücken, und mich fasziniert ihr feines hohes genauso wie ihr dunkel-leidenschaftliches tiefes Register“. Atilla Aldemir, Solobratschist des MDR-Sinfonieorchesters in Leipzig, als Kammermusiker und Solist international unterwegs und als Geiger wie Bratscher vielfach ausgezeichnet, kostet auf „Passion“ mit dem international gefeierten Pianisten Itamar Golan musikalisch die Extreme aus. So vereint „Passion“ Schostakowitschs Sonate für Viola und Klavier op. 147 mit Bearbeitungen der f-Moll-Sonate op. 120,1 von J. Brahms und der A-Dur-Sonate von C. Franck. Die Duowerke hat Aldemir auf einer der ältesten und schönsten Bratschen überhaupt, einer Pellegrino Zanetti aus dem Jahr 1560, eingespielt. Auf einer modernen Viola von Alexandre Breton (2017) stellt er ihnen drei kürzere, aber hochintensive Originalwerke für Bratsche solo gegenüber: Vieuxtemps’ „Capriccio“ – für Aldemir ein einzigartiger Spiegel seelischer Größe – und zwei Ersteinspielungen zeitgenössischer türkischer Komponisten, die es im Westen noch zu entdecken gilt. Necil Kazım Akses’ „Capriccio“ (1978) verbindet anatolische Musiktradition raffiniert mit westeuropäischer Kompositionstechnik. Halit Turgays (*1967) „Troya“ ist ein mit virtuosen Ausbrüchen gespicktes, tief in Kleinasien verwurzeltes Lamento, das Turgay 2018 für Atilla Aldemir geschrieben hat.

Leidenschaft, Vitalität, höchste Intensität – die ganze Skala menschlicher Empfindungen von tiefster Verzweiflung und Trauer bis Frieden und Ekstase ist auf dem Doppelalbum „Passion“ zu erleben: „Die Bratsche ist wie geschaffen dafür, all meine Gefühle auszudrücken, und mich fasziniert ihr feines hohes genauso wie ihr dunkel-leidenschaftliches tiefes Register“. Atilla Aldemir, Solobratschist des MDR-Sinfonieorchesters in Leipzig, als Kammermusiker und Solist international unterwegs und als Geiger wie Bratscher vielfach ausgezeichnet, kostet auf „Passion“ mit dem international gefeierten Pianisten Itamar Golan musikalisch die Extreme aus. So vereint „Passion“ Schostakowitschs Sonate für Viola und Klavier op. 147 mit Bearbeitungen der f-Moll-Sonate op. 120,1 von J. Brahms und der A-Dur-Sonate von C. Franck. Die Duowerke hat Aldemir auf einer der ältesten und schönsten Bratschen überhaupt, einer Pellegrino Zanetti aus dem Jahr 1560, eingespielt. Auf einer modernen Viola von Alexandre Breton (2017) stellt er ihnen drei kürzere, aber hochintensive Originalwerke für Bratsche solo gegenüber: Vieuxtemps’ „Capriccio“ – für Aldemir ein einzigartiger Spiegel seelischer Größe – und zwei Ersteinspielungen zeitgenössischer türkischer Komponisten, die es im Westen noch zu entdecken gilt. Necil Kazım Akses’ „Capriccio“ (1978) verbindet anatolische Musiktradition raffiniert mit westeuropäischer Kompositionstechnik. Halit Turgays (*1967) „Troya“ ist ein mit virtuosen Ausbrüchen gespicktes, tief in Kleinasien verwurzeltes Lamento, das Turgay 2018 für Atilla Aldemir geschrieben hat.

Atilla Aldemir (*1975 Istanbul, Türkei) erhielt seine musikalische Ausbildung am Staatlichen Konservatorium der Mimar Sinan Universität Istanbul. Nach seinem Abschluss ging er 1994 nach Deutschland zu Prof. Lukas David an die Hochschule für Musik Detmold. Auf die Künstlerische Reifeprüfung dort folgten ab 1999 Studien bei Prof. Mintcho Mintchev an der Folkwang-Hochschule Essen, wo er 2002 sein Konzertexamen mit Auszeichnung ablegte. Wertvolle künstlerische Impulse gaben ihm zudem Barbara Gorzynska und Prof. Matthias Maurer.
Atilla Aldemir erhielt zahlreiche Auszeichnungen, nach dem GWK-Förderpreis Musik 1998 in Münster u.a. 2000 den 1. Preis beim Violin-Wettbewerb Istanbul und 2002 den Folkwangpreis. Er war Laureat beim VIII. Int. Vaclav Huml Violin-Wettbewerb Zagreb 2005 und 2006 bekam er einen Sonderpreis beim 25. Int. Rodolfo Lipizer Preis für seine „Leidenschaft für die Musik“. 2007 wurde er beim XIV. Int. Johannes Brahms Wettbewerb mit dem 2. Preis im Fach Violine sowie mit zwei Sonderpreisen ausgezeichnet, 2008 bekam er beim Brahms Wettbewerb den 3. Preis in der Sparte Bratsche sowie den Preis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes. 2011 wurde ihm als bester türkischer Interpret eines Streichinstruments der Donizetti Preis zuerkannt.
Konzertreisen führten Atilla Aldemir in zahlreiche europäische Länder, die USA, Israel und Ägypten. Darüber hinaus konzertierte er als Solist u. a. mit der Camerata Salzburg, dem Orchestre National Bordeaux Aquitaine und dem Opéra Orchestre National Montpellier, den Zagreber Philharmonikern, dem Konzerthaus Kammerorchester Berlin, dem MDR Sinfonieorchester Leipzig, der Borusan Philharmonie, dem Bilkent Symphonieorchester sowie allen staatlichen Symphonieorchestern der Türkei. Er arbeitete u.a. mit den Dirigenten Ivan Fischer, Kristjan Järvi, Lawrence Foster, Alexander Rahbari und Sascha Goetzel zusammen. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören neben Itamar Golan u.a. Fazil Say, Polina Leschenko und Jeremy Menuhin.
Seit April 2017 ist Atilla Aldemir Solo-Bratschist des MDR-Sinfonieorchesters (Mitteldeutscher Rundfunk) in Leipzig. Er spielt eine Peregrino di Zanetto-Bratsche aus dem Jahre 1560 als Leihgabe und eine Bratsche von Alexandre Breton von 2017.

www.atillaaldemir.com

Die Familie von Itamar Golan emigrierte 1971 von Vilnius (Litauen), wo er 1970 geboren wurde, nach Israel. Hier erhielt er seine erste pianistische Ausbildung bei Lara Vodovoz und Emmanuel Krasovsky und gab mit sieben Jahren seine ersten Solokonzerte in Tel Aviv. Von 1985 bis 1989 studierte er am New England College in Boston Klavier bei Leonard Shure und Patricia Zander, später Kammermusik bei Chaim Taub. Dies wurde ihm durch Stipendien der American-Israel Foundation ermöglicht. 1991 bis 1994 besuchte er die Manhattan School of Music in New York.

Seit jungen Jahren konzentriert sich Itamar Golan auf Kammermusik. Seine Partner waren bisher neben Atilla Aldemir u.a. Vadim Repin, Maxim Vengerov, Janine Jansen, Kyung-wha Chung, Julian Rachlin, Ida Haendel, Shlomo Mintz und Ivry Gitlis, Barbara Hendricks, Tabea Zimmermann, Mischa Maisky, Sharon Kam, Martin Frost und Torleif Thedeen. Er ist regelmäßig Gast bedeutender internationaler Musikfestivals wie Ravinia, Chicago und Tanglewood, Salzburg, Edinburgh, Besançon, Ludwigsburg, Verbier und Luzern. Mit Shlomo Mintz und Matt Haimovitz geht er regelmäßig auf Tour. Für Major Labels wie Deutsche Grammophon, Warner Classics, Decca, Teldec, EMI und Sony Classical hat er zahlreiche CDs aufgenommen.

Als Solist spielte er mit den bedeutendsten Orchestern, etwa dem Israel Philharmonic und den Berliner Philharmonikern unter Zubin Mehta, der Royal Philharmonic unter Daniele Gatti, dem Orchestra Filarmonica della Scala, den Wiener Philharmonikern unter Leitung von Riccardo Muti und dem Philharmonia Orchestra unter Lorin Maazel.

Von 1991 bis 1994 unterrichtete er an der Manhattan School of Music. Seit 1994 ist er Professor für Kammermusik am Conservatoire Nationale Supérieur de Musique et de Danse in Paris.