Nina Reddig | Violine

gwk 142

DE PROFUNDIS

Nina Reddig | Violine
Miriam Overlach | Harfe

Béla Bartók (1881–1945): Sonata for Solo Violin (1944)
Johann Sebastian Bach (1685–1750: Ciaccona aus der Partita No. 2 d-Moll, BWV 1004
Béla Bartók: Rumänische Volkstänze
(Bearbeitung für Violine und Harfe von Nina Reddig/Miriam Overlach)
Total 57:54
GWK 142 / 2018

 

De profundis – Béla Bartóks Sonate für Violine solo, seine Rumänischen Tänze und Johann Sebastian Bachs Ciaccona sind Ausdruck tiefster menschlicher Empfindung und existenzieller Erfahrung. Weil diese Meisterwerke für sie Universelles, Maßgebliches, Wahres spiegeln, versammelt Nina Reddig sie auf ihrem Programm-Album „De Profundis“. Doch Bartók wie Bach gehen mit ihren Solostücken nicht allein in seelische Extreme, sondern auch an die Grenzen geigerischer Möglichkeiten. Nina Reddig spielt die Werke technisch meisterhaft und gestaltet sie ausdrucksstark, klar, radikal und zwingend. In der Einspielung der vielfach ausgezeichneten Solistin und enthusiastischen Kammermusikerin, Konzertmeiste-rin und Lehrerin an der Hochschule für Künste Bremen werden die musikalischen Bezüge zwischen ihnen offenbar, so dass Bach von Bartók her neu hör- und erlebbar ist und beide Werke sich gegenseitig erhellen. Deutlich auch, dass Bartók 1944 in seiner Solosonate das Musikantische und Themen aus der Folklore seiner Heimat weiterführt. Rund 30 Jahre vorher schon hatte er aus Volksmelodien die Klaviersuite „Rumänische Tänze“ entwickelt, die Nina Reddig und Miriam Overlach für Violine und Harfe erstmals bearbeitet und eingespielt haben.

Hörprobe / CD Download

Nina Reddig ist enthusiastische Kammermusikerin, Solistin und Konzertmeisterin. Ausdruck ihrer Leidenschaft für die Künste ist das „Langenberg Festival – Kammermusik zwischen Rhein und Ruhr“, das sie 2015 gründete. Den Mittelpunkt ihrer Konzerttätigkeit bilden die Solowerke für Violine von Bartók, Bach und Ysaÿe, die sie oft mit anderen Künsten wie Schauspiel oder Tanz verbindet. Nina Reddig schloss ihr Studium an der Folkwang Hochschule in Essen bei Vesselin Paraschkevov und bei Jean-Jacques Kantorow in Paris 2007 mit Auszeichnung ab. Von 2006 bis 2010 unterrichtete sie das Hauptfach Violine an der Folkwang-Hochschule Essen. Seit 2011 leitet sie eine Violinklasse an der Hochschule für Künste Bremen. Mit 23 Jahren wurde die Geigerin Konzertmeisterin des Sinfonieorchesters Aachen. In dieser Position konzertierte sie auch u.a. mit der Deutschen Kammerakademie Neuss, der Belgischen Kammerphilharmonie, dem WDR Sinfonieorchester, der Staatsphilharmonie Nürnberg, der Cappella Aquileia und dem Ensemble Ruhr. Mit 24 wurde sie vom Chamber Orchestra of Europe eingeladen und ist seither mit ihm immer wieder auf Tournee.